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Anleitung
zur Ersten Hilfe bei Unfällen
Ausführliche Informationen rund um die Erste Hilfe finden Sie auch
auf den
Seiten der
DGEH e.V.
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| A
Grundsätze - Wichtige Angaben |
- Ruhe
bewahren
- Eigenen
Schreck überwinden
- Erst
denken, dann handeln
- Zusätzliche
Schäden
verhindern
- Unfallstelle
absichern
- Hilfe
herbeiholen
- Notruf
- Verletzten
grundsätzlich
nichts zu essen und zu trinken geben
- Verletzte
möglichst
nicht alleine lassen
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Inhalt
des Notrufes
- Wo
geschah es?
- Was
geschah?
- Wieviele
Verletzte?
- Welche
Art von Verletzungen?
- Wer
meldet?
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- möglichst
genaue Angabe
des Unfallortes
- Kurze
Beschreibung des Unfallherganges
- Angabe
der Zahl der Verletzten
- Lebensbedrohliche
Verletzungen
besonders schildern
- Angabe
des eigenen Namens
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| B
Retten |
| Herausholen
aus der Gefahrenzone bei Lebensgefahr mit Rautek-Rettungsgriff |
Dieses
kann erforderlich
werden z.B. bei
- Bränden
- Ausströmen
giftiger
Gase
- Einsturzgefahr
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| C Blutungen aus Wunden |
| Bedrohliche
Blutungen aus Wunden |
| am
Arm |
am
Bein |
am
Kopf oder
am
Rumpf |
bei
Abtrennung /
Teilabtrennung
von Gliedmaßen |
- Hochhalten
- Abdrücken
- Druckverband
- Im
äußersten Notfall
abbinden
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- Abdrücken
- Druckverband
- Im
äußersten Notfall
abbinden
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Aufpressen
auf die
Blutungsstelle
Druckverband, wenn
die Körperstelle
ihn zuläßt
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- Wenn
möglich hochhalten
- Aufpressen
auf die Blutungsstelle
- Druckverband
- Im
äußersten Notfall
abbinden
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| D
Abriß von Körperteilen |
- Abgetrenntes
Körperteil
nicht abwaschen
- So
wie vorgefunden in keimfreies
Verbandmaterial einwickeln
- In
Plastikbeuteln mitgeben
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| E
Bewußtlosigkeit - Seitenlagerung |
Eine Bewußtlosigkeit
kann ausgelöst werden durch z.B.
- Sauerstoffmangel
- Gewalteinwirkung
auf den
Kopf
- Vergiftung
- Witterungsbedingte
Einwirkung
(z.B. Hitze, Kälte)
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| Erkennen |
Der
Bewußtlose
ist nicht ansprechbar |
| Maßnahmen |
Feststellen
der Atmung
Seitenlagerung |
Feststellen
der Atmung |
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Herstellen
der Seitenlagerung
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| F
Atemstillstand - Atemspende |
| Grundsätzliches |
Bei
Atemstillstand kann
nur sofortige Beatmung Leben retten
Sekunden
entscheiden |
| Erkennen |
Keine
Atemgeräusche
Keine
Atembewegungen
Auffallende
Hautverfärbung
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| Gefahr |
Tod
durch Sauerstoffmangel |
| Maßnahmen |
Überstrecken
des
Halses zur Schaffung freier Atemwege
Schon
diese Maßnahme
bewirkt in vielen Fällen die Atmung |
Überstrecken
des Halses
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Andernfalls
Atemspende:
Mund-zu-Nase-Beatmung
Die
Kopflage kann sich während
der Atemspende verändern
in
diesem Fall die Kopflage
korrigieren
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Mund-zu-Nase-Beatmung
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Bei
ausbleibendem Erfolg Mund-zu-Mund-Beatmung
Bei
ausbleibendem
Erfolg
Fremdkörper
aus Mund
und Rachen entfernen
Atemspende
fortsetzen
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| G
Kreislaufstillstand |
| Maßnahme |
Herz-Lungen-Wiederbelebung
- jeweils 30 Herzdruckmassagen und 2 Atemspenden
- bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes
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| H
Schock - Schocklage |
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| I
Verbrennungen |
| Erkennen |
- Schmerz
- Hautrötung
- Blasenbildung
- tiefergehende
Gewebeschädigungen
Maßgebend
für
die Schwere der Verbrennung ist ihre flächenmäßige
Ausdehnung
und ihre Tiefe |
| Gefahr |
- Schock
- Infektion
- Verbrennungskrankheit
- Störung
der Atmung
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| Maßnahmen |
Bei brennender
Kleidung
- Brennende
Person aufhalten
und ablöschen
- Bekleidung,
die mit heißen
Stoffen (z.B. Teer, Asphalt, heiße Öle, Fette) behaftet ist,
sofort entfernen oder mit Wasser ablöschen
- Heiße
oder brennende
Stoffe, die unmittelbar auf die Haut gelangt sind, nicht entfernen
Bei
Verbrühungen
- Durchtränkte
Kleidung
sofort entfernen
Bei
Verbrennungen an
den Gliedmaßen
- Betroffene
Gliedmaßen
sofort in kaltes Wasser eintauchen oder unter fließendes kaltes
Wasser
halten, bis Schmerzlinderung eintritt
- Anschließend
Brandwunde
keimfrei bedecken (Brandwundenverbandpäckchen,
Brandwundenverbandtuch
o.ä.)
Bei
Verbrennungen am
Körperstamm
- Keimfreie
Bedeckung mit Brandwundenverbandtuch,
sonst mit frischem sauberem Leinentuch oder dergleichen
Bei
Gesichtsverbrennungen
- Keine
Wundbedeckung
- Keine
Wasseranwendung
Wärmeverlust
verhindern, schonend zudecken
Dem
ansprechbaren Verletzten
in kleinen Schlucken zu trinken geben, möglichst Salzwasser (1
Teelöffel
Kochsalz auf 1 Liter Wasser); jedoch nicht bei
- Bewußtseinsstörungen
- Gesichtsverbrennungen
- Übelkeit
- Schock
Atmung
und Puls kontrollieren,
bei Atemstillstand Atemspende
Notruf
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| Hinweis |
- Beruhigungs-
und Schmerzmittel
darf nur der Arzt geben
- Keine
Anwendung von Mehl,
Pudern, Salben, Ölen usw.
- Auf
keinen Fall alkoholische
Getränke verabreichen
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| K
Unfälle durch elektrischen Strom |
| Niederspannung |
bis 1000 Volt,
gewöhnlicher Gebrauchsstrom im Haulshalt und
Gewerbe |
| Maßnahmen |
Stromunterbrechung
durch Ausschalten, Stecker ziehen, Sicherung herausnehmen
Ist
das nicht sofort möglich,
Verunglückten durch nicht leitenden Gegenstand
(z.B.
trockene Holzlatte)
von den unter Spannung stehenden Teilen trennen oder
an
seinen Kleidern wegziehen
Sich
dabei selbst isoliert
aufstellen (z.B. trockenes Brett, trockene Kleider,
dicke
Zeitung), sonst
nichts berühren(z.B. Wand, Gestell, andere Helfer)
- Sofortige
Ruhelage
- Atmung
und Puls kontrollieren
- Bei
Atemstillstand Atemspende
- Bei
Kreislaufstillstand Herz-Lungen-Wiederbelebung
(Sonderausbildung) Bei Bewußtlosigkeit und vorhandener Atmung
Seitenlagerung
- Keimfreie
Bedeckung der Brandwunden
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| Hochspannung |
über 1000 Volt, durch
Warnschild mit Blitzpfeil gekennzeichnete
Anlagen
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| Maßnahmen |
- Notruf:
Elektrounfall
- Rettung
aus Hochspannungsanlagen
nur durch Fachpersonal
- Erste
Hilfe wie bei Niederspannung
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| Warnung |
Keine
Annäherung !
Bei
unbekannter Spannung
mindestens 5 m Abstand |
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| L
Vergiftungen durch Einatmen, Kontakt oder Einnehmen |
| Grundsatz |
Selbstschutz
beachten |
| Maßnahmen |
- Bei
Gaseinwirkung an frische
Luft bringen
- Bei
Einwirkung von Reizstoffen
absolute Ruhelage
- Puls,
Atmung und Bewußtsein
kontrollieren
- Bei
Bewußtlosigkeit
Seitenlage
- Bei
Atemstillstand Atemspen
( Ausnahme: Bei Pflanzenschutzmittel Beatmung mit Gerät )
- Schockbekämpfung
- Bei
Erbrechen Hilfe leisten
- Bei
Kontaktgiften Haut abspülen
- Notruf,
dabei Giftstoff angeben
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| Besondere
Maßnahmen bei Einwirkung bestimmter chemischer Stoffe siehe
gesonderte
Merkblätter |
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| M
Verätzungen |
| Grundsatz |
Selbstschutz
beachten |
| Maßnahmen |
Bei
Verätzungen der Haut
- Benetzte
Bekleidungsstücke
entfernen
- Unter
fließendem Wasser
spülen
- Notfalls
ätzende Stoffe
abtupfen
Bei
Verätzungen
des Auges
- Ausgiebig
mit Wasser von
der Nase her nach außen spülen
Bei
Verätzungen
des Mundes, der Speiseröhre, des Magens
- Niemals
zum Erbrechen bringen
- Schockbekämpfung
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| N
Knochenbrüche |
| Maßnahmen |
- Körperteil
mit Bruchstelle
nicht bewegen
- Bei
Verdacht auf Wirbelsäulenverletzungen
Lage des Verletzen nicht ändern
- Bei
offenem Knochenbruch
Wunde vorsichtig keimfrei bedecken
- Ruhigstellung
in vorgefundener
Lage
- Schockbekämpfung
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| O
Verletzung der Gelenke |
Verstauchung, Verrenkung, Knochenbruch
| Maßnahmen |
- Kein
Bewegungsversuch
- Kein
Einrenkungsversuch
- Ruhigstellung
des verletzten
Gelenkes durch Lagerung oder Fixierung ohne die augenblickliche
Stellung
zu verändern
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